S3-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19

Am 23. Februar erschien die Aktualisierung der Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patient:innen.

CEOsys hat für die Aktualisierung der Leitlinie die Evidenz aufgearbeitet und so dazu beigetragen, das Niveau von S2K auf eine S3-Leitlinie anzuheben.

Statements zu CEOsys und der S3-Leitlinie

Falk Fichtner, Universitätsklinikum Leipzig:

„Das bundesweite Forschungskonsortium CEOsys schafft in Deutschland erstmals die Möglichkeit, dass in großem Maßstab in der COVID-19 Behandlung tätige Ärztinnen und Ärzte und ausgewiesene wissenschaftliche Experten aus dem Gebiet der kritischen Prüfung, Bewertung und Analyse von medizinischen Studienergebnissen direkt zusammenarbeiten. Und das parallel an vielen verschiedenen Themengebieten der Pandemieversorgung.  So können für uns klinisch tätige Ärzte viel schneller als bisher konkrete Fragestellungen aus unserem Krankenhausalltag direkt in Analysen neuester Studienergebnissen und umgekehrt die Ergebnisse dieser methodisch hochwertigen Analysedaten direkt in Handlungsempfehlungen/-anleitungen für jeden Arzt am Patientenbett überführt werden. Das ist ein echter Mehrwert für die Leitlinie und trägt maßgeblich zur Akzeptanz der Empfehlungen bei!“

Nicole Skoetz, Universitätsklinikum Köln:

„Dieses Projekt trägt sehr dazu bei, klinisch tätige Kolleginnen und Kollegen in der Bewertung klinischer Studien und weiterführender Analysen zu schulen. Aber auch die Methodiker:innen profitierten von dieser intensiven Zusammenarbeit, die bedeutsamen klinischen Fragen zu beantworten.  So konnte sehr schnell ein Netzwerk etabliert werden, dass auch noch weitere prioritäre Fragenstellungen zur Corona-Pandemie auf wissenschaftlicher
Grundlage beantworten wird.“

Jörg Meerpohl, Universitätsklinikum Freiburg:

„Die Idee des Evidenz-Ökosystems CEOsys ist es, die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu den dringendsten Fragen zu Prävention, Behandlung und den Folgen von COVID-19 zu sammeln, und ihre methodische Qualität zu bewerten und sie in kompakten Evidenzsynthesen zusammenzufassen. Soweit es die Evidenzlage zulässt, leiten medizinische Fachgesellschaften und und andere Stakeholder daraus unter Moderation durch die AWMF konkrete Handlungsempfehlungen ab, auf die sich Medizin, Politik und Bevölkerung stützen können. Wir klären auf diese Weise aber auch, in welchen Bereichen, und für welche konkreten Fragen noch Lücken in unserem Wissen klaffen.“